schoenberg - think MINI:




LEAN Thinking

erstellt am: 20.08.2016 | von: admin | Kategorie(n): Allgemein, Marketing-Strategien, Online-Marketing


Allgemeines:

Zwischen „Lean Thinking“ und „Lean Startup“ gibt es zwar Unterschiede, im Wesentlichen ist „Lean Thinking“ nicht zwangsläufig auf Startups beschränkt, sondern die zugrunde liegenden Prinzipien lassen sich auch in vielen anderen Unternehmen, Projekten, usw. umsetzen und anwenden.

die Hauptziele von „Lean Thinking“:

- Fokussierung auf die Schaffung von Werten (Value) für die festgelegte Zielgruppe bzw. den Kunden

– in höherer Qualität (kontinuierliches Bestreben nach dem perfekten Ergebnis => laufendes Verbessern)

- Ballast weglassen bzw. entfernen

die 5 Prinzipien für Unternehmen:

zu den wichtigsten Merkmalen zählt, dass der Kunde (sowie auch die Produkte, Dienstleistungen, Features, ..) immer im Mittelpunkt steht.

- Kunden und deren Mehrwerte identifizieren (Value): dazu muss ermittelt werden, welche Aktivitäten, Aufwände und auch welche Kosten einen Mehrwert für den Kunden ergeben und welche Aktivitäten aus dieser Kundenperspektive evtl. überflüssig sind und daher weggelassen werden können. Dabei spielt aber auch eine wesentliche Rolle, ob der Kunde auch bereit ist für diesen Mehrwert bzw. Nutzen zu zahlen.

- Wertstrom identifizieren (Value Stream): dabei werden im gesamten Unternehmensablauf jene Bereiche ermittelt, die auch für den Mehrwert für Kunden (Produkte, Dienstleistungen, usw.) verantwortlich sind, also WIE und WO im Unternehmen diese Mehrwerte entstehen.

- Fluss (Flow) erzeugen (wertsteigernde Aktivitäten) und dabei jegliche Verschwendung (z.B. Unterbrechungen, Wartezeiten, verschwendete Ressourcen, ..) vermeiden bzw. entfernen:

- für Kundenbedürfnisse zugeschnittene Lösungen (Pull): dabei geht es darum den Kunden bzw. die Zielgruppe möglichst genau zu kennen (Bedürfnisse, Wünsche, Interessen, Probleme, usw.) und auf diese Bedürfnisse einzugehen

- Perfektion anstreben: Perfection => laufendes Verbessern

Das angestrebte Endziel ist, dass jede Aktivität, Kosten und auch alle Ressourcen zu einem Mehrwert für Kunden führen. Um diesen Endziel näherzukommen müssen die 5 Prinzipien zyklisch (immer wieder) durchlaufen werden.

die 5 Prinzipien in Bezug auf PROJEKTE:

- Werte für das Projekt ermitteln bzw. festlegen (Value): Dafür muss das jeweilige Projekt in einzelne kleinere Teilbereiche unterteilt werden. Danach kann wiederum ermittelt werden, welche Projektbereiche einen Mehrwert für Kunden bzw. Unternehmen darstellen und welche nicht (daher vermieden bzw. weggelassen werden sollten).

- Wertstrom des Projektes identifizieren (Value Stream): Welche Unternehmenseinheiten bzw. externe Dienstleister sind für den Mehrwert maßgeblich und unverzichtbar.

- Fluss (Flow) erzeugen und Ballast abwerfen (Verschwendung): wichtig ist dabei vorallem, dass sich die Ergebnisse aufgrund der durchgeführten 5 Prinzipien auch messen und bewerten lassen. Auch ein möglichst effizientes Einsetzen der jeweiligen Arbeitsaufwendungen ist hierfür erforderlich.

- Projektablauf auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmt (Pull):

- nach Perfektion streben (Perfection): auch steht ein selbständig und eigenverantwortliches Arbeiten der Teammitglieder im Vordergrund und nicht ein zentrales Delegieren. Außerdem sollte sichergestellt sein, dass aus Fehlern, usw. in der Vergangenheit Schlussfolgerungen für eine Verbesserung gezogen werden können.

zusammengefasst bedeutet „Lean Thinking“:

- Werte erzeugen: die Voraussetzungen für eine Aktivität müssen entweder durch die Erreichung der Projektergebnisse, Verringerung oder Vermeidung eines Risikos oder die Nutzung von Projektchancen begründbar sein.

- Ballast vermeiden: dazu zählen z.B. unnötige Anforderungen, Engpässe, Multitasking, Unterbrechungen, Wartezeiten, ineffiziente Meetings, fehlende Entscheidungen, unklare Priorisierungen

- Qualität erhöhen: dies kann durch Qualitätsmanagement-Maßnahmen, umfangreiche Dokumentationen, Flexibilität für Anpassungen und einfache Wartbarkeit (bei Produkten oder Software) erreicht werden, sowie einer laufend angestrebten Verbesserung

- aus Fehlern lernen: dafür sind zumeist Diskussionen über Erfolge und Misserfolge, Analysen, usw. notwendig

- Eigenverantwortung stärken: im Gegensatz zum Delegieren kann eigenverantwortliches Arbeiten auch die Motivation deutlich steigern

- Commitment: um Missverständnisse, notwendige Nacharbeiten, usw. aufgrund noch nicht vollständig abgeklärter Projektdetails vermeiden zu können, müssen Projektergebnisse genau definiert werden

- Schnell liefern: dies bedeutet, dass durch eine klare Zielabstimmung die Umsetzungszyklen kurz sein sollten.

- als gesamtes Projekt optimieren: dazu zählt, dass Lösungsansätze für die Optimierung nicht z.B. für einzelne Teilschritte ausgearbeitet werden, sondern zu einer Verbesserungen des gesamten Projektes, bzw. Unternehmens führen müssen

FAZIT:

Im Gegensatz zum „Lean Startup“ können die Prinzipien von „Lean Thinking“ auch für zahlreiche andere Unternehmen, usw. angewendet bzw. umgesetzt werden. Bei entsprechender Umsetzung sind evtl. die Bereiche, die den Mehrwert für Kunden bewirken bzw. auch nicht, oftmals nicht so einfach zu ermitteln, wie es auf den ersten Blick erscheint.

diesen Artikel als Ebook (PDF) ohne Registrierung downloaden:

einfach hier klicken und kostenlos downloaden

einen Screenshot des Ebooks (zusammengefasst auf 2 Seiten) können Sie hier sehen

Ebook Lean-Thinking

und Ihnen schöne Grüße,

Ing. Schönberg Christian

XING.com - Netzwerk für Beruf und Leben    Facebook    Twitter

Und hier noch ein Glitze-Kleines-Bisschen Werbung :-(

http://schoenberg.co.at




andere Besucher, die diesen Artikel gelesen haben, fanden auch diese Blogbeiträge interessant:

Product Launch:

Allgemeines: Product Launch heißt auf Deutsch so viel wie "Produkteinführung". Eine Produkteinf ......
den ganzen Artikel lesen ...


Marketing-Mix:

Allgemeines: Marketing-Mix beschreibt die konkrete Umsetzung von Marketingstrategien. Zu den klas ......
den ganzen Artikel lesen ...


Branding als Experte:

Allgemeines: In fast allen Branchen und Geschäftsbereichen gibt es viele tausende Angebote, von ......
den ganzen Artikel lesen ...


Emailmarketing Teil I:

Kurzbeschreibung: Emailmarketing ist eine sehr wirkungsvolle Form der Direktwerbung. Daher ist de ......
den ganzen Artikel lesen ...


Emailmarketing Teil III:

Zahlreiche Möglichkeiten für die Leadgewinnung 1. Mehrwert schaffen: - Bieten Sie kostenlose ......
den ganzen Artikel lesen ...


Customer Buying Cycle:

Allgemeines: Der Customer Buying Cycle stellt ein Beziehungsmodell dar und beschreibt den Kaufpro ......
den ganzen Artikel lesen ...


Content Marketing

Allgemeines: Für die Suchmaschinenoptimierung ist themenrelevanter Content von großer Bedeutung ......
den ganzen Artikel lesen ...


HTML5:

Allgemeines: HTML5 ist die derzeit neueste Version der sogenannten "Hyper-Text Markup Language". ......
den ganzen Artikel lesen ...


Direktmarketing:

Allgemeines: Direktmarketing wird auch als Direct-Response-Werbung bezeichnet. Darunter wird jede ......
den ganzen Artikel lesen ...


Landing Page:

Allgemeines: Eine Landing Page ist eine sehr zielgerichtete und kompakte Webseite. Diese ist auf ......
den ganzen Artikel lesen ...